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Von Bettina Schraps // Aus aller Welt Am kommenden Wochenende wartet der Bad Wildunger Reiterverein mit einer kleinen Superlative auf. 3 S-Springen werden in der Badestadt ausgetragen.
Die Ausweitung der Disziplin Springreiten anlässlich des Bad Wildunger Sommerturniers ist organisch gewachsen eine Folge der sportlichen Entwicklung der Bad Wildunger Reiterinnen und Reiter. Mit Mona Pech, Dr. Lutz Ricken, Daniel Erd und Michael Schaumburg vertreten derzeit vier Mitglieder den Verein in den schwersten Springen der Region. Diesem Umstand trägt der Verein auch durch entsprechende Ausrichtung seiner Ausschreibung Rechnung. Honoriert wird die großzügige Ausschreibung der Prüfungen durch ein entsprechendes Nennungsergebnis. Reiterinnen und Reiter aus ganz Deutschland nennen jedes Jahr in Bad Wildungen. Allen voran Lokalmatador Frank Plock, der im schwersten Springen - dem Zwei-Sterne-S-Springen mit Stechen am Sonntagnachmittag - traditionell stets die maximal zulässige Anzahl von drei Startplätzen reserviert. Ein besonderes Anliegen war es dem Verein in diesem Jahr, einen Menschen posthum zu würdigen, der in seiner Erscheinung unscheinbar und still die Vereinsgeschichte dennoch geprägt hat wie kein anderer. Martin Barthling - in den Nachkriegswirren in den Wildunger Raum verschlagen - widmete fast ein halbes Jahrhundert als treuer Geist und zuverlässiger Futtermeister sein Leben den Pferden in der Wildunger Reithalle. Mit seinem Idealismus und einer Selbst- und Anspruchslosigkeit, die in unserer schnelllebigen Gesellschaft ihresgleichen suchen, diente er dem Pferd und seinen Menschen. Ihm zu Ehren starten am Sonntag Reiterinnen und Reiter in der Springprüfung Kl. M**.
Die Prüfungen auf dem Dressurviereck stehen ganz im Zeichen des jungen Pferdes. Auch hier wurde sehr umfangreich ausgeschrieben - von der selten angebotenen Gewöhnungsprüfung über Reitpferde- und Eignungsprüfungen bis hin zur Dressurpferdeprüfung der Kl. L. Ganz im Sinne der Youngsters wurden sowohl die Eignungsprüfung als auch die Dressurpferdeprüfung der Klasse A für die Vierjährigen getrennt ausgeschrieben, damit sie nicht gegen u. U. Sechsjährige starten müssen, die bereits zwei Jahre länger unter dem Sattel sind, was in jungen Jahren eine Menge ausmacht. Diese faire Trennung der Vierjährigen wird bei den Springpferden bereits seit langem praktiziert und hat in diesem Jahr ganz offensichtlich Reiterinnen und Reiter mit jungen Pferden ermutigt, sich schon mal einen Start zuzutrauen, denn auch im Dressurbereich ist das Nennungsergebnis überdurchschnittlich.
Das Turnier beginnt am Freitag mit den Springpferdeprüfungen und den A-Springen, die Dressurreiter starten am Samstag erstmalig. Die S-Springen finden jeweils am Samstag- und Sonntagnachmittag statt. Ein besonderes Bonbon hat der Verein am Sonntagmittag eingeschoben, bei dem auch Nichtreiter als Zuschauer sicherlich voll auf ihre Kosten kommen: Es findet ein Showprogramm Bullenreiten statt, bei dem die Sattelfestigkeit manches Profis sicher an ihre Grenzen kommt! Danach wird es feierlich: Aufgrund seiner sportlichen Leistungen von mindestens 10 Siegen in der Klasse S wird im würdigen Rahmen des springorientierten Bad Wildunger Turniers dem Borkener Springreiter Kai Schrammel das goldene Reitabzeichen verliehen.
Hallo liebes Pferdehessen-Team,
gibt es schon Bilder vom diesjährigen Reitturnier in Bad Wildungen??
Würde mich freuen wenn diese bald online gestellt werden könnten.
Danke
MFG Anna